{"id":88,"date":"2021-08-30T15:50:03","date_gmt":"2021-08-30T15:50:03","guid":{"rendered":"https:\/\/trsf.site\/?p=88"},"modified":"2025-05-02T10:49:57","modified_gmt":"2025-05-02T10:49:57","slug":"volksgruppen-und-sprachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/myanmarsupport.org\/index.php\/2021\/08\/30\/volksgruppen-und-sprachen\/","title":{"rendered":"Volksgruppen und Sprachen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-392b7dbbd7f736bd422a1bf6884718d4\" style=\"background-color:#e3eef6\">Offiziell sind im Land acht \u201cgrosse ethnische Rassen\u201d (major ethnic races) und 135 \u201cVolksgruppen\u201d (ethnic groups) anerkannt. Die acht Rassen entsprechen den sieben ethnischen Gliedstaaten der Union, Mon, Karen (Kayin), Karenni (Kayah), Arakan (Rakhine), Chin, Kachin und Shan, plus Burmesen. Die von der Milit\u00e4rregierung nach dem Putsch 1962 zusammengestellte Liste der Volksgruppen ist h\u00f6chst umstritten und entbehrt jeder ethnologischen Grundlage. Bezeichnend sind auch die nicht gelisteten Gruppen, die offiziell nicht existieren: Rohingya, Gorakha, Chinesen, Inder, Anglo-Burmesen, neben einigen anderen. Angeh\u00f6rige dieser nicht offiziell anerkannten Gruppen werden entweder einer anderen Gruppe zugeordnet oder haben kein Recht auf Staatsb\u00fcrgerschaft, wie im Fall der Rohingya. Letztere werden von den Staatsmedien (und von Aung San Suu Kyi als sie noch \u00f6ffentlich auftreten konnte) generell als \u201cBangla Muslim\u201d bezeichnet um zu unterstreichen, dass sie aus Bangladesch stammen und keine \u201cechten Myanmars\u201d sind. Der Name <em>Rohingya<\/em> bezieht sich auf den Gliedstaat <em>Arakan <\/em>(Rakhaing\/Rakhine), in dem die Mehrheit der Rohingya seit Jahrhunderten siedelt.\u00a0<br><br>Unabh\u00e4ngig von der offiziellen Liste beheimatet Burma eine grosse Zahl verschiedener Kulturen und Sprachen, von denen viele durch Assimilation an die Mehrheitskultur bedroht sind. W\u00e4hrend einige Sprachen wie Mon, Kh\u00fcn und Shan seit Jahrhunderten eine eigene Schrift kennen und andere, z.B. Karen, Chin und Kachin, durch christliche Missionare im 19. Jahrhundert verschriftlicht wurden, bem\u00fchen sich andere Gruppen erst seit kurzem um eine Verschriftlichung ihrer Sprachen. Die M\u00f6glichkeit der schriftlichen \u00dcberlieferung wird als wichtiges Instrument f\u00fcr den Erhalt einer eigenst\u00e4ndigen Kultur betrachtet und verdient deshalb besondere F\u00f6rderung. Volksgruppen, welche seit einigen Jahren an einer Orthographie f\u00fcr ihre Sprachen arbeiten, sind zum Beispiel die Palaung und Pa&#8217;O, beide im Shanstaat. Andere, wie die Htanaw, eine kleine Gruppe von ca. 5000 Personen im Shanstaat, haben erst in j\u00fcngster Vergangenheit mit koordinierten Bem\u00fchungen einer Verschriftlichung begonnen, dies mit Unterst\u00fctzung des MCL.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Offiziell sind im Land acht \u201cgrosse ethnische Rassen\u201d (major ethnic races) und 135 \u201cVolksgruppen\u201d (ethnic groups) anerkannt. Die acht Rassen entsprechen den sieben ethnischen Gliedstaaten der Union, Mon, Karen (Kayin), Karenni (Kayah), Arakan (Rakhine), Chin, Kachin und Shan, plus Burmesen. 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